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KLUGER Transfer: Wo Wissenschaft und Medien verschmelzen

Herzlich willkommen, liebe Studierenden der Studiengänge Technikjournalismus und Visuelle Technikkommunikation!

Hier präsentieren wir spannende wissenschaftliche Projekte, über die du berichten kannst. Die Projekte sind im Rahmen von KLUGER Transfer, eine Initiative, die den Wissenstransfer von der Grundlagenforschung bis in die Öffentlichkeit fördert, entstanden. Unser Partner in diesem Projekt ist das renommierte Max-Planck-Institut für Chemie.

So funktioniert’s!
  • Durchstöbere unsere untenstehende Projektsammlung.
  • Wähle ein Projekt aus, das deine Neugier weckt, und schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de, um dich daran zu beteiligen.
  • Wir bringen dich in Kontakt mit unseren Wissenschaftler:innen, damit du dich persönlich mit ihnen austauschen und ein passendes Medienformat für dein Projekt wählen kannst.
  • Viel Spaß bei deinem Projekt!
Was erwartet dich?

Inspirierende Projekte: Wir präsentieren eine breite Palette von Projekten, die von talentierten Nachwuchswissenschaftler:innen entwickelt wurden. Diese Projekte reichen von innovativen Lösungen für globale Herausforderungen bis hin zu aufregenden Entdeckungen in der Welt der Technik und visuellen Kommunikation.

Deine Chance: Hier hast du die Gelegenheit, dich aktiv in diese Projekte einzubringen. Wähle ein Projekt aus, das deine Leidenschaft weckt, und werde Teil des Teams. Du hast die Möglichkeit, Artikel, Filme oder Podcasts zu erstellen, um diese faszinierenden Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen.

Wissenschaftler:innen kennenlernen: Lerne die Forscher:innen hinter den Projekten kennen und erhalte einen einzigartigen Einblick in ihre Arbeit. Deine Artikel, Filme und Podcasts tragen dazu bei, die wissenschaftliche Arbeit dieser Experten bekannt zu machen und gleichzeitig deine eigenen journalistischen und visuellen Fähigkeiten zu verbessern.

Gemeinsam schaffen wir eine Brücke zwischen Wissenschaft und Medien, um die Welt der Forschung der Öffentlichkeit näher zu bringen.

Beispiele

Hier kannst du dir einen Eindruck der erfolgreichen Kooperation zwischen KLUGER Transfer und H-BRS Studierenden verschaffen:

Beispiel Technikjournal Artikel und Imagefilm zu KLUGER Projekt „Lüftungstechnik“

Im Rahmen des KLUGER Wahlfachs „Lüftungstechnik“ haben Studierende des H-BRS Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Kommunikation (IWK) (ehemals Elektrotechnik, Maschinenbau und Technikjournalismus (EMT)) die am Max-Planck-Institut für Chemie entwickelte Low-Cost Lüftungsanlage analysiert und nachgebaut. Dies wurde sowohl von Redakteuren des Technikjounals als auch von Studierenden des Studiengangs Visuelle Technikkommunikation (im Modul „Vertiefende Video- und Studioproduktion“) dokumentiert. Den Technikjournal Artikel „Schulen atmen auf“ findest du hier. Den Imagefilm kannst du dir hier anschauen. Das Video enthält Interviews mit Frank Dieball, KLUGER Mitarbeiter und Projektleiter der H-BRS Lüftungsanlage, und Maschinenbaustudent Philipp Kruppe.

Beispiel Hörfunkbeitrag „Ewige Chemikalien“

Im Herbst 2023 hat Studierende Melanie Kruse für eine bluedot FM Produktion einen Hörfunkbeitrag über die umfassenden Gefahren der „ewigen Chemikalien“ per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) beleuchtet. Die Grundlage dieses Beitrags bildet ein Interview mit Prof. Dr. Gerhard Lammel vom Max-Planck-Institut für Chemie. Erstmalig ausgestrahlt auf Radio Bonn/Rhein-Sieg, steht der Beitrag nun auf der Homepage von bluedot FM als Podcast zur Verfügung. Erfahre mehr über diesen von KLUGER initiierten Radiobeitrag in unserer News.

Hier folgen nun unsere Projekte. Unsere Wissenschaftler:innen freuen sich darauf, mit dir zusammenzuarbeiten!

Projektsammlung

Die Wechselwirkungen von Luftschadstoffen und Proteinen

In diesem Projekt wird untersucht, wie Luftschadstoffe Proteine verändern können und welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit haben kann.

Projektbeschreibung

Tauche ein in die Welt der Proteine und ihrer Wechselwirkungen mit Luftschadstoffen! Die Post-Doktorandin Anna Backes erforscht, wie Luftschadstoffe wie Ozon und Stickoxide Proteine modifizieren können, die über die Atemluft in die Lunge gelangen oder sich dort bereits befinden. Diese chemischen Modifikationen können das Immunsystem triggern und stehen möglicherweise im Zusammenhang mit der Zunahme allergischer Erkrankungen.

Dazu setzt Anna Backes im Labor unterschiedliche Proteine verschiedenen Luftschadstoffen aus und untersucht diese anschließend auf Veränderungen. Die Ergebnisse kombiniert sie mit kinetischer Modellierung, um die zugrundeliegenden Mechanismen zu verstehen und die wichtigsten Reaktionswege zu identifizieren. Ihr Ziel ist es, herauszufinden, ob diese Reaktionen beeinflusst oder sogar verhindert werden können.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Du erhältst einen Einblick in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Luftschadstoffen und Proteinen, erfährst mehr über die Auswirkungen auf den menschlichen Körper und entdeckst, wie diese Forschung unser Verständnis von Umweltauswirkungen vertieft.

Die Untersuchung der Proteinmodifikation durch Luftschadstoffe trägt dazu bei, die Verbindung zwischen Umweltbelastung und Gesundheit besser zu verstehen. Die Forschung hilft dabei, das öffentliche Bewusstsein für die Risiken der Luftverschmutzung zu schärfen und Verhaltensänderungen herbeizuführen. Außerdem können durch das Verständnis der spezifischen Auswirkungen präventive Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, um gesundheitliche Risiken zu minimieren und die Bevölkerung zu schützen.

Stichworte

Luftverschmutzung, Luftschadstoffe, Umweltauswirkungen, Proteinmodifikation, Gesundheitseffekte, Laborexperimente, kinetische Modellierung

Kontaktinformationen

Du bist an Annas Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihr in Kontakt.

Copyright

Fotos: Dom Jack für das Max-Planck-Institut für Chemie; Text: Laura Lelieveld-Fast und Anna Backes

Zahnschmelz im Blick Die Ernährung unserer Vorfahren entschlüsseln

Erforsche mit Sven Brömme die Geheimnisse im Zahnschmelz – eine innovative Methode enthüllt, was die Ernährung der Frühmenschen über ihre Evolution verrät.

Projektbeschreibung

Du bist was du isst. Diesen Satz hat vermutlich jeder von euch schonmal gehört. Doch so viel wir heute über Ernährung wissen, so wenig ist bisher bekannt über die Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren, den frühen Hominiden, die vor ca. 3,6 Millionen Jahren den afrikanischen Kontinent bewohnt haben. Während wir, der Homo sapiens, heute die letzte lebende Art sind, koexistierten in vergangener Zeit viele verschiedene Arten der Gattung Homo zeitgleich. Ernährung war hier ein maßgeblicher Faktor für den Überlebenserfolg. 

Begebe dich auf eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit! Sven Brömme, Doktorand am Max-Planck-Institut für Chemie (MPIC) in Mainz, erforscht gemeinsam mit einem internationalen Team die Ernährungsgewohnheiten der Frühmenschen. Das Forschungsprojekt konzentriert sich darauf, mit Hilfe einer innovativen Methode die Isotopenzusammensetzung von Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff in Zahnschmelz zu analysieren. Dies ermöglicht es nicht nur Informationen über die Ernährungsweise zu erlangen, sondern auch Erkenntnisse über die Klima- und Umweltbedingungen, unter denen die Frühmenschen lebten, zu gewinnen. Diese Informationen gewinnt Sven aus Zahnschmelz, dem härtesten Material unseres Körpers, der somit ideal geeignet ist, auch über lange geologische Zeiträume erhalten zu bleiben.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Ökosysteme sind überaus komplex. Deshalb führt es Sven für sein Projekt nach Mosambik in den Gorongosa Nationalpark, wo er mit seinem Team sowohl Zähne von Primaten und weiteren Tieren beprobt, als auch Pflanzenproben nimmt. Die Rekonstruktion von modernen Nahrungsnetzen liefert wichtige Informationen darüber wie den Kohlenstoff-, Sauerstoff- und Stickstoffverhältnissen der Nahrung in den Körper eingebaut werden. Durch seine Arbeit wird erstmalig der Zusammenhang dieser Isotopenverhältnisse im Zahnschmelz für ein Nahrungsnetz in einem afrikanischen Ökosystem erforscht. Dies liefert spannende Einblicke in die Ernährungsgewohnheiten unserer Vorfahren, denn hier ist jeweils nur ein kleines Teil des Puzzles überliefert.

Die Untersuchung von Stickstoffisotopen im Zahnschmelz ermöglicht nicht nur einen Blick darauf, wie die prähistorische Ernährung unserer frühen Vorfahren ausgesehen hat. Sie könnte auch Licht darauf werfen, ob die Frühmenschen Fleisch oder Pflanzen bevorzugten, insbesondere ob und wann es einen Wechsel in der Ernährung hin zu Fleisch gab, ob sie Fische oder Pilze konsumierten und wie die Nutzung des Feuers ihre Entwicklung beeinflusste.

Stichworte

Frühmenschliche Ernährung, Zahnschmelzanalyse, Aminosäuren, Ernährungsforschung, prähistorische Lebensweise, Forschungsreise, Evolutionäre Anthropologie

Kontaktinformationen

Du bist an Svens Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

Copyright

Fotos: Tina Lüdecke und Carsten Costard für das Max-Planck-Institut für Chemie; Text: Laura Lelieveld-Fast und Sven Brömme

Die Selbstreinigungskraft der Atmosphäre

Dieses Projekt erforscht, wie unsere Atmosphäre sich selbst reinigt und wie der Klimawandel diese Prozesse beeinflusst.

Projektbeschreibung

Begleite uns auf Entdeckungsreise in die Atmosphäre! Doktorand Philip Holzbeck erforscht, wie unsere Atmosphäre sich selbst reinigt. Auf vielen Flügen über dem Amazonas und dem Pazifik wird gemessen, wie sich bestimmte Spurengase, die hochreaktiven Hydroxylradikale, in unterschiedlichen Höhen und zu verschiedenen Tageszeiten verhalten. Diese Messungen helfen uns zu verstehen, wie unsere Atmosphäre funktioniert und wie sie sich in einem veränderten Klima verhält. Philip Holzbeck hilft uns durch seine Arbeit ein besseres Verständnis der Selbstreinigung der Atmosphäre und der Wolkenbildung zu erlangen. Tauche mit uns ein in die Welt der Atmosphärenforschung!

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Du wirst einen Einblick in die aktuellen Missionen des deutschen Forschungsflugzeuges HALO erhalten, die aktuelle Forschung begleiten und darüber journalistisch berichten.

Die Untersuchung von Hydroxylradikalen, die als das „Waschmittel“ der Atmosphäre gelten, helfen uns besser zu verstehen, wie sich die Atmosphäre selbst reinigt und Aerosole entstehen. Die Ergebnisse beeinflussen, wie wir Umweltauswirkungen global verstehen und die Atmosphäre vor Schäden schützen können.

Stichworte

Atmosphärenforschung, Atmosphärenchemie/-physik, Feldforschung, Forschungsflugzeug HALO, Klimawandel, Klimaschutz

Kontaktinformationen

Du bist an Philips Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

Copyright

Fotos: Philip Holzbeck, Thomas Sprünken (DLR), Carolina Nelson (MPIC); Text: Philip Holzbeck und Laura Lelieveld-Fast

Über den Wolken – Klimaforschung mit dem Flugzeug

Die Tropopause im Fokus: Philipp Joppe untersucht Aerosole und ihre chemische Zusammensetzung in den mittleren Breiten der Atmosphäre.

Projektbeschreibung

Woher wissen wir eigentlich, dass unsere Emissionen schädlich für das Klima sind? Und welche Substanzen sind da problematisch? Simulationen und Modellberechnungen sind hier in aller Munde. Aber auf irgendwas müssen diese Modelle ja basieren und sollten ihre Vorhersagen irgendwann überprüft werden? Wie sieht denn unsere Atmosphäre wirklich aus?

Dazu gibt es u.a. Flugzeugkampagnen mit dem deutschen Forschungsflugzeug HALO, die die verschiedenen Schichten der Atmosphäre untersuchen. Schichten? Ja unsere Atmosphäre besteht aus Schichten: Die Tropopause bildet in der Atmosphäre die Grenzschicht zwischen der darunter liegenden Troposphäre und der darüber liegenden Stratosphäre. Die Höhe der Tropopause ist je nach Breitengrad und Jahreszeit unterschiedlich (8-18 km). Die Tropopause ist sehr sensitiv: kleine Änderungen können große Auswirkungen auf z.B. die Oberflächentemperatur der Erde haben (Klima relevant).

Doktorand Philipp Joppe konzentriert sich dabei auf die Aerosole (Größe, Anzahl, Zusammensetzung) in der Tropopausenregion in den mittleren Breiten. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der chemischen Zusammensetzung von Aerosolpartikeln. Diese wird mit Hilfe eines Aerosolmassenspektrometers (das zerlegt/verdampft Aerosolpartikel und Philipp schaut was übrigbleibt, welche Komponenten nach der Verdampfung da sind) gemessen. Eine chemische Komponente dabei ist der Anteil von Sulfat (Schwefelverbindung). Sulfat ist der Hauptbestandteil von Aerosolpartikeln oberhalb der Tropopause und kann z.B. durch Vulkanausbrüche und damit verbundene starke Emissionen von Schwefelkomponenten beeinflusst werden. Philipps‘ Schwerpunkt liegt dabei auf kleinskaligen Prozessen, die Einfluss auf die Tropopausenregion nehmen können.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

In diesem Projekt erwarten dich Einblicke in Kampagnenalltag und Laborarbeiten, sowie das Prinzip von Flugzeugkampagnen. Auch ermöglicht dir das Projekt einen Betrag zum Klimawandel, der von einem Experten erklärt wird.

Philipps Arbeit ist von entscheidender Bedeutung, da sie sich auf die Untersuchung von Aerosolen und ihrer chemischen Zusammensetzung in der Tropopausenregion konzentriert. Diese Region spielt eine kritische Rolle für das Klima, und Philipps Fokus auf kleinskalige Prozesse liefert wertvolle Einblicke darin, was die Atmosphärenzusammensetzung beeinflusst und somit Auswirkungen auf die Oberflächentemperatur der Erde haben kann.

Stichworte

Klimaforschung, Aerosole, Flugzeugmessungen

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Du bist an Philipps Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

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Fotos: Philipp Joppe, Text: Alex Gutmann, Philipp Joppe, Laura Lelieveld-Fast

Riff-Resonanz Natürliche und Menschliche Einflüsse auf Korallen in Europa und Übersee

Dieses interdisziplinäre Projekt untersucht historische Korallen aus Europa und gegenwärtige Korallenriffe aus der Karibik, um die Folgen natürlicher und menschlicher Einflüsse zu entkoppeln.

Projektbeschreibung

Begebe dich mit uns auf eine Reise in die faszinierende Welt der Korallenriffe! Jonathan Jung, Geochemiker und Doktorand am Max-Planck-Institut für Chemie, erforscht verschiedene rezente und ausgestorbene Korallen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem menschlichen Nährstoffeintrag in die Ozeane und den daraus resultierenden Folgen für die Korallen. Insbesondere sind die Korallen in der Karibik durch touristische Abwässer und Erwärmung gefährdet, was zu einem weitverbreitenden Absterben führt.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Jonathan zeigt dir, wie er auf Expeditionen Wasserproben nimmt und Bilder aufzeichnet, um die Zusammensetzung der Riffe zu verstehen. Seine Proben entnimmt er von Korallen bei Tauchgängen oder Wasserproben des offenen Ozeans vom Schiff aus. Manchmal findet er sogar fossile Korallenreste auf Wanderungen durch die Eifel oder das Bergische Land.

Jonathan Jungs Forschung beleuchtet, wie menschliche Einflüsse weltweit das Gleichgewicht der Korallenriffe stören. Durch das Verständnis dieser Prozesse können wir Maßnahmen zum Schutz der Korallen und ihrer sensiblen Ökosysteme entwickeln.

Stichworte

Geochemie, Steinkorallen, Nährstoffeintrag, Algenbildung, Expeditionen, Bergisches Land, Eifel, Umweltschutz

Kontaktinformationen

Du bist an Jonathans Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

Copyright

Fotos: Jonathan Jung; Text: Laura Lelieveld-Fast und Jonathan Jung

Der Labor-Kompass Dein Schlüssel zur Wissenschaft der Zukunft

Der Labor-Kompass nutzt künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um wissenschaftliche Modelle zu optimieren.

Projektbeschreibung

In der Welt der Wissenschaft sind Modelle unverzichtbar, um komplexe Abläufe zu entschlüsseln und zukünftige Entwicklungen vorherzusagen. Doch die Genauigkeit eines Modells hängt von den Daten ab, die in seine Berechnungen einfließen. Wie kannst du diese Daten optimieren? Hier kommst du ins Spiel. Doktorand Matteo Krüger hat den „Labor-Kompass“ entwickelt, eine Software, die mathematische Methoden und maschinelles Lernen kombiniert, um Unsicherheiten in Modellen zu berechnen und die besten Experimente auszuwählen, um die Modelle zu perfektionieren.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Du wirst ein konkretes Beispiel erleben, wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen in der Praxis angewendet werden. Das Ganze wird dir direkt von einem Experten erklärt.

Du fragst dich vielleicht, warum du dich für solche Modelle interessieren solltest? Denk an die Wettervorhersage, die Regen ankündigt, oder dein Navigationsgerät, das deine Ankunftszeit berechnet. Das sind nur zwei Beispiele für den alltäglichen Einsatz solcher Modelle. Wir alle wollen, dass sie genauer und effizienter werden, und hier kannst du einen Beitrag dazu leisten.

Stichworte

Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Die Zukunft der Wissenschaft

Kontaktinformationen

Der Labor-Kompass wurde von Doktorand Matteo Krüger entwickelt. Du bist an Matteos Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

Copyright

Grafik: Matteo Krüger, Foto: Matteo Krüger, Text: Matteo Krüger und Laura Lelieveld-Fast

Ein Labor hebt ab – Atmosphärenforschung mit einer Drohne

Mit Drohnen die Atmosphäre erforschen: Lasse Moormanns Arbeit schließt die Lücke zwischen Boden- und Höhenmessungen, durch seine Analyse des Transports und der Verteilung von bodennahen Aerosolen und Gasen bis zu 500 m über Grund.

Projektbeschreibung

Drohnen sind in aller Munde und werden für Filmproduktionen, in der Freizeit als auch für industrielle Zwecke verwendet. Aber wie sieht es eigentlich in der Forschung aus? Ist es sinnvoll Drohnen zu nutzen, um wissenschaftliche Erkenntnisse über die Zusammensetzung und Schichtung in der Atmosphäre zu erzielen?

Bodennahe Aerosole, Partikel in der Luft, und Spurengase sind für unsere Gesundheit relevant und beeinflussen somit auch unseren Alltag. Lasse Moormann untersucht wie diese bodennahen Aerosole und Gase in die Höhe transportiert werden und sich verteilen. In mehreren Kilometern Höhe werden solche Daten mit Radiosonden oder Flugzeugen untersucht, am Boden gibt es viele Messstationen, aber wie repräsentativ sind diese für die nächsten 10 m, 50 m oder 200 m? Lasse versucht mit seiner Arbeit nun diese Lücke zwischen Bodenmessungen bis zu 500 m über Grund zu schließen – und zwar mit Hilfe einer mit Messinstrumenten ausgestatteten Drohne.

Die Drohne trägt Sensoren für O3, CO2 und Messgeräte zur Analyse der Anzahl- und Größenverteilung von Partikeln. Ruß wird bestimmt um anthropogene Quellen zu identifizieren. Natürlich werden auch meteorologische Daten (Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Feuchte, Temperatur, Druck) gemessen. Die Messdrohne wird in Bodennähe und bis zu 500 m Höhe unter verschiedenen meteorologischen Bedingungen eingesetzt. Für Lasse sind dabei besonders konvektive Bedingungen wie bei der Entstehung von Gewittern interessant.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Dich erwartet ein Einblick in die Entwicklung einer mobilen/fliegenden Messplattform, die Umweltdaten erfasst, um daraus Erkenntnisse zu ziehen. Auch erfährst du, was „alltägliche Schwierigkeiten“ rund ums Labors, sowie die Kampagnenplanung und -betrieb beinhalten.

Ihr erfahrt wie Umweltdaten in schwer zugänglichen Bereichen gemessen werden können. An einem sehr konkreten Beispiel erklärt euch der Experte wie die Entwicklung einer neuen Messplattform abläuft und diese Messplattform für die Atmosphärenforschung genutzt werden kann.

Stichworte

Technisch, Experimentell, Drohne

Kontaktinformationen

Du bist an Lasses Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihm in Kontakt.

Copyright

Foto Drohne: Ralf Weigel, Foto Kontaktinformation: Lasse Moormann, Text: Alex Gutmann, Lasse Moormann und Laura Lelieveld-Fast

Dicke Luft im Wohnzimmer – Wie der Mensch selbst seine Umgebungsluft in Innenräumen beeinflusst.

Innenraumluft im Fokus: Tatjana Müller erforscht, wie menschliche Aktivitäten die Raumluft beeinflussen und entwickelt innovative Techniken für präzise Messungen.

Projektbeschreibung

Durchschnittlich verbringen Menschen in entwickelten Ländern etwa 90% ihrer Zeit in Innenräumen, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz, in Einkaufszentren oder in öffentlichen Einrichtungen. Dabei hat die Innenraumluftqualität einen erheblichen Einfluss auf unsere körperliche Gesundheit, unsere geistige Leistungsfähigkeit und sogar unser emotionales Wohlbefinden.

Doktorandin Tatjana Müller fragt sich nun, was genau los ist mit der Raumluft, wenn dicke Luft herrscht. Dabei schaut sie vor allem ganz genau auf die Menschen selbst, die sich in diesen Innenräumen aufhalten. Sie untersucht die Luft um Probanden in kleinen Kammern und weiß: Das allgemein bekannte Kohlendioxid (CO2) ist nicht allein dafür verantwortlich, dass ein Raum stickig wird (schließlich ist CO2 geruchslos). Welcher Beitrag kommt nun von den Probanden (Emissionen)? Gibt es auch Stoffe, die von Probanden aus der Raumluft verbraucht werden? Welche Verteilung herrscht in der Kammer? Welche Folgereaktionen entstehen? Was ist anders im Sommer als im Winter?

Neben den Messungen selbst muss Tatjana immer wieder neue Techniken entwerfen, wie die Messgeräte bestimmte Emissionen messen können. Dafür werden Prototypen gebaut, die zum Beispiel nur den Atem oder bestimmte Körperregionen der Haut beproben können. Das ist manchmal gerade an unebenen und beweglichen Regionen wie der Achsel gar nicht so einfach.

Was dich erwartet und warum es wichtig ist

Du berichtest über neue Erkenntnisse in einem Feld, dass uns wirklich alle direkt betrifft. Dabei stehst du selbst als potentielle Quelle für dicke Luft im Innenraum im Mittelpunkt.
Dieses Projekt verbindet außerdem die Arbeit im Labor mit der Arbeit am Menschen.

Tatjanas Projekt ist von Bedeutung, da es den individuellen Einfluss des Menschen auf die Qualität der Innenraumluft präzise analysiert. Ihre Arbeit ermöglicht fortschrittliche Messungen und Techniken zur Optimierung der Raumluft, in der wir einen Großteil unseres Lebens verbringen und deren Qualität einen nachweisbaren Einfluss auf unsere körperliche und geistige Gesundheit ausübt.

Stichworte

Luft in Innenräumen, Laborexperimente, Menschliche Emissionen

Kontaktinformationen

Du bist an Tatjanas Projekt interessiert? Dann schicke uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir bringen dich mit ihr in Kontakt.

Copyright

Fotos: Tatjana Müller, Marouane Merizak, Benedict Arnoldi-Meadows; Text: Alex Gutmann und Laura Lelieveld-Fast

Nicht gefunden, was dich interessiert? Schreibe uns eine E-Mail an klugertransfer@mpi-mail.mpg.de und wir werden versuchen das passende Projekt für dich zu finden!

Weitere Informationen

Die KLUGER Studentenprojekte werden im Rahmen des KLUGER Transfer Teilprojekts Lehre organisiert. Mehr Informationen zu KLUGER Lehre findet ihr hier.


Copyright

Text: Laura Lelieveld-Fast, Alex Gutmann